2014-02-20

Albtraum einer jeden Mama

Am Dienstag ist leider eingetroffen, wovor ich all die Jahre Angst hatte. Kurz vor Mittag ein Anruf aus der Kita: ihr Sohn ist 2,5 Meter von einem Klettergerüst auf's Gesicht gefallen, Verdacht auf Nasenbruch, die Ambulanz hat ihn gerade abgeholt! Ich glaube in dem Moment hatte ich einen Herzstillstand! Das erste Bild das mich in der Notaufnahme erwartet hat:


Ich wollte einfach nur losheulen, musste mich aber beherrschen damit er nicht auch losheult. Sofort ging es ab in den Scanner und dann kam's: Schädel-Hirn-Trauma und Jochbeinbruch. Ich hätte schon wieder heulen können. Ihr Sohn muss mindestens 24 Stunden überwacht werden hiess es dann! Ja mei, was denn bitteschön noch? Da wir hier keine Überwachungsstation für Kinder haben, muss er nach Luxemburg-Stadt überführt werden. Arzt und Anästhesist werden mitfahren, falls etwas passieren sollte, aber machen sie sich bitte keine Sorgen! Hä, hallo, wie bitteschön soll man sich da keine Sorgen machen. Ich schnell nach Hause, Koffer packen, dann wieder ins Krankenhaus. Er hat geschlafen als ich ankam:


Jede 10 Minuten hat man ihn geweckt, Blutdruck gemessen, Tests mit ihm durchgeführt. Dann endlich nach Stunden kamen wir auf ein Zimmer, wo er endlich mal wieder was sagte, denn die ganze Zeit über hat er nicht ein einziges Wort gesagt. Der neue Donkey Kong für die Wii kommt am Freitag, sagte er mit leuchtenden Augen. Ich hatte meinen Sohn wieder. 
Am nächsten Tag musste ich dann unbedingt noch ein Foto für seinen besten Freund schiessen, mit seinen coolen Sticker und seinem ET-Finger.


Gestern Abend durften wir dann nach etlichen Untersuchungen wieder nach Hause. Im Moment schaut er aus wie Klitschko :-), alles ist blau angelaufen und immer noch arg geschwollen.

Im Moment habe ich keine Ahnung wie ich in Zukunft arbeiten gehen soll ohne dauernd zu bangen dass jeden Moment die Kita anrufen könnte, denn in meinen Augen haben die Leute da ihren Job leider nicht erledigt und ein Verfahren läuft bereits. Für mich war es auf jeden Fall die Hölle und ich hoffe dass ich das nie wieder miterleben muss.

Kommentare:

  1. Ach du Schande! Ich glaub dir, dass dein Herz da kurz stehen bleiben wollte.
    Zum Glück ist ihm nicht mehr passiert und er kann wieder lachen. Leider kann man Kinder nicht unter einen Glassturz stellen (ich hätte das auch gern hin und wieder gemacht), andererseits würde man ihnen damit absolut nix Gutes tun.
    Dass du auf die Kita-Angestellten sauer bist kann ich verstehen, aber geh nicht zu hart mit ihnen ins Gericht. Ich kenn natürlich die Hintergründe nicht. ABer ich hab oft die Lehrerinnen meiner Kinder, bei Ausflügen begleitet. Und ich weiß, dass die aufpassen "wie die Haftelmacher", wie man in Österreich so schön sagt. Aber Unfälle passieren und sind oft einfach nicht vermeidbar, außer man verbietet den Kindern zu klettern oder herumzutoben. Ich kann mich erinnern, wie angespannt die Lehrerinnen oft waren, wenn die Kinder auf Klettergerüsten unterwegs waren. Zum Glück ist nie was passiert, aber es hätte...und wir hätten es absolut nicht vermeiden können. :(
    Ich drück dich ganz fest und wünsch dem kleinen Mann ganz schnelle Besserung.

    AntwortenLöschen
  2. ach herrje, gute Besserung dem Bruchpiloten. So eine Nacht habe ich auch schon im KH verbracht. Das Kind schlief, aber ich lag wach daneben, nicht nur, weil die Kontrollen ständig stattfanden. Gut, dass bei ihm nachts nichts mehr aufgetreten ist.
    Ganz lieben Gruß, Susanne

    AntwortenLöschen
  3. Oh Du arme. Das hab ich auch schon mitgemacht und weiß deshalb wie Du Dich fühlst. Da wünsch ich dem Kleinen ganz doll Gute Besserung, Und dass ihn die Mama so richtig verwöhnt, damit er bald wieder fit ist.
    Ich hätte meine KInder auch gerne in Watte gepackt. Aber Gott sei Dank haben die Kleinen ja fast immer einen Schutzengel, sodass es meinst glimpflicht ausgeht.
    Ich drück Euch auch ganz lieb von hier und wünsche Gute Besserung.
    lg. Sylvie

    AntwortenLöschen
  4. Oje, da hat der süsse Schatz aber gute Schutzengel gehabt! Gute Besserung wünsche ich und ich weiß auch, wie du dich gefühlt haben mußt (ich glaub, fast jede Mama kennt solche oder ähnliche Situationen). Mein Sohn ist mal im Garten bei der Oma gerannt, wollte um die Ecke biegen, rutscht aus und fällt mit dem Gesicht auf eine (stehende) rostige, alte Eisenstange, um Haaresbreite am Auge vorbei und in der Stirn ist sie dann ein Stück steckengeblieben. Beim rausziehen kam das Blut in einem dicken Strahl aus dem Kopf, dickes Handtuch draufgedrückt und mit zitternden Händen bin ich ins Krankenhaus gerast, wurde geröntgt und genäht, das war auch so ein Schock! Glück im Unglück haben die beiden, drück euch mal feste :o) alles wird wieder gut.
    LG,
    Heike

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ach herrje Heike, ich glaube da wäre ich umgekippt

      Löschen
  5. Ach, Du sch****
    Sorry, für meine Wortwahl - aber bei dem Bericht und den Bildern schossen mir die Tränen in die Augen und mein Herz stolperte...
    Ich habe auch noch einen meiner Prinzen in der Kita - und könnte wahrscheinlich auch nicht mehr "entspannt" arbeiten gehen, nach einem solchen Anruf!
    Ich wünsche weiterhin gute Besserung und alles Liebe für Euch!
    Grüße
    Anke

    AntwortenLöschen
  6. Oje, der arme kleine Kerl. Gute Besserung für ihn. Und dir eine gute Erhiolung von dem Schock.
    Als mein großer Haudegen, noch ein Minihaudegen war, hatte er auch gelegentlich Unfälle und ich habe immer mehr gelitten als er.
    Ich verstehe gut, dass dich das sehr mitnimmt. Aber sag dir eins, er hat einen aufmerksamen Schutzengel gehabt. Der wird ihm sicher noch das eine oder andere Mal zu Seite stehen.
    LG
    Marianne

    AntwortenLöschen
  7. Oh, das tut mir sehr leid, gute Besserung. Fühl Dich gedrückt, wir kennen das auch gut. Drück ihm jeden Morgen ein Mama-Schutz-Bussi auf den Scheitel und glaube fest daran, dass es ihn schützen wird. Das hat uns sehr geholfen.
    Liebe Grüße
    Landi

    AntwortenLöschen
  8. Oh je, das sehe ich ja jetzt erst, ich hoffe das alles gut gegangen ist, und er wieder mit dir lacht und rumtollt:))
    LG Nuria

    AntwortenLöschen
  9. Liebe Laurence Ich hoffe, deinem Sohnemann geht es mittlerweile wieder gut und er tollt schon wieder rum. Ich kann es dir gut nachfühlen, dass es ein grosser Schreck für dich war. So etwas möchte keine Mama erleben.
    Liebe Grüsse
    Patrizia

    AntwortenLöschen
  10. Vielen Dank für eure lieben Worte, heute kann ich schon fast drüber lachen. Ich hätt nichts dagegen wenn ich das nie wieder miterleben müsste, aber ich glaube da mach ich mir was vor :-)

    AntwortenLöschen